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SCHÖPFUNG ERFAHREN

Interreligiöse Umweltbildung im Nationalpark Eifel

Das Institut für Theologische Zoologie (ITZ) Münster und die Seelsorge in Nationalpark Eifel + Vogelsang haben gemeinsam ein Pilotprojekt entwickelt, dessen Umsetzung von der Deutschen Bundestiftung Umwelt (DBU) vom 1.7.2017 bis 31.12.2018 gefördert wird.

Das Pilotprojekt „SCHÖPFUNG ERFAHREN. Interreligiöse Umweltbildung im Nationalpark Eifel“ verfolgt das Ziel, Jugendliche über einen ethisch-religiösen Zugang für die Um-Welt als Mit-Welt zu sensibilisieren. Die Tier- und Pflanzenwelt sind aus einer religionsübergreifenden Perspektive, sowohl im Christentum, Judentum als auch im Islam, Ausdruck einer göttlichen Schöpferkraft und Zeichen einer allumfassenden Liebe und Fürsorge, die alle Geschöpfe einschließt. Ökologische  Wissensvermittlung zeigt den Jugendlichen zudem ihre biologische Verwandtschaft mit allem, was lebt und ihre Abhängigkeit als Mensch von der Natur.

Die Entwicklung mehrtägiger interreligiöser Umweltbildungsangebote im Nationalpark Eifel dient Jugendlichen, das Besondere in der Natur wieder zu entdecken und ökologische Zusammenhänge zu verstehen. Die persönliche Naturerfahrung stärkt die Teilnehmer*innen nachhaltig, eine verantwortungsbewusste, schöpfungsbewahrende Haltung einzunehmen.

Die Initiatoren

Die Theologische Zoologie ist ein Forschungsprojekt, das im Jahr 2009 durch den Theologen und Biologen Dr. Rainer Hagencord, mit Sitz in Münster, Nordrhein-Westfalen, gegründet wurde. Es verbindet bislang einmalig die Theologie mit der Verhaltens- und Evolutions-biologie und hinterfragt das menschenzentrierte Weltbild. Das Institut für Theologische Zoologie (ITZ) ist ein An-Institut der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTH) Münster. Neben zwei Jahrbüchern Theologische Zoologie (LIT-Verlag) wurden im Schöningh Schulbuchverlag Unterrichtsmaterialien in Zusammenarbeit mit dem ITZ publiziert.

Die Seelsorge in Nationalpark Eifel und Vogelsang ist eine Einrichtung des Bistums Aachen im Verbund mit den katholischen Gemeinden Hellenthal und Schleiden. Sie wird seit über zehn Jahren von Pastoralreferent Georg Toporowsky geleitet und bringt ihre langjährigen praktischen Erfahrungen mit spirituellen, religiösen und naturnahen Angeboten für Jugendliche in die Materialerstellung ein. Im Jahr 2016 haben weit über tausend Schüler*innen sowie Firmlinge und Konfirmand*innen an den Führungen und oftmals mehrtägigen Erlebnisprogrammen der Nationalparkseelsorge teilgenommen.


Die Projektpartner

Für die interreligiöse Expertise wird das Projekt durch das Zentrum für Islamische Theologie (ZIT) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und die School of Jewish Theology, Lehrstuhl Jüdische Religions- und Geistesgeschichte an der Universität Potsdam begleitet. Die Umweltbildung erfolgt in Kooperation mit der Fachdidaktik Biologie am Nees-Institut der Universität Bonn.

Partner zur Programmentwicklung und -durchführung vor Ort sind das Nationalparkforstamt Eifel, das Hermann-Josef-Kolleg /Gymnasium Steinfeld (ausgezeichnet als Nationalpark-Schule), die Städtische Realschule Schleiden (ausgezeichnet als Nationalpark-Schule) und die Dt. Pfadfinderschaft Sankt Georg / St. Nikolaus Jugendstätte Rursee.

Das Kooperationsprojekt „Entwicklung interreligiöser Umweltbildungsangebote für den Nationalpark Eifel“ wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vom 1.7.2017 bis 31.12.2018 gefördert.

Nationalpark Eifel